Der weiße Helm, eine Anhöhe bei Oederan

Im Jahre 1429 zog Procopius mit 300 der edelsten Hussiten aus der Lausitz nach Basel zu einem Friedensversuche. Unangefochten zog dabei der Furchtbare, vor dem die Kinder auf der Gasse davonliefen, über Dresden und Freiberg durch Oederan. Einer von seinem Gefolge, Bodowin von Horomirz wird er genannt, welcher sich verspätet hatte, kam zwei Tage nachher ganz allein durch Oederan. Da wurde er sogleich von den Oederanern ergriffen, hinausgeschleppt an die Nossener Straße, dort lebendig gespießt und ihm sein silberner Helm oben auf den Pfahl genagelt, an dem der Unglückliche verblutete. Weithin schimmerte in der Sonne diese Silberkappe, an der sich niemand zu vergreifen wagte, und erst zur Zeit der Reformation verschwand sie zugleich mit dem daneben errichteten Heiligenbilde. Von dieser Begebenheit an wurde die Stelle und Anhöhe der „Weiße Helm“ genannt.

Der weiße Helm, eine Anhöhe bei Oederan

Zum Buchenberg 23,
09569 Oederan,
Deutschland