Die Tempelritter

Vor langen Zeiten zog ein berittener Trupp Tempelritter durch unsere Gegend. Sie kamen auch durch den Ort Sörnzig, der damals nur von einigen slawischen Fischern und Handwerkern, die aus dem roten Stein des Berges Handmühlen fertigten, bewohnt war. In Höhe eines Bornes wollte einer der Ritter zum Wasserschöpfen absteigen. Dabei verfing er sich so unglücklich in einem Steigbügel, dass er vom Pferd stürzte und mit dem Kopf auf einen Stein schlug, was ihn auf der Stelle tötete.
Die anderen Ritter waren darüber sehr traurig. Um ein christliches Grab bereiten zu können, nahmen sie seinen Leichnam bis zum nächsten Ort zu einem kirchlichen Friedhof mit.
In Erinnerung an das schreckliche Ereignis schlugen sie jedoch zwei Templerkreuze in den Unglücksstein ein. Ein Kreuz war für sein bisheriges irdisches Leben, das andere für seine Seligkeit im Jenseits.

Der Stein mit den beiden Kreuzen wurde 2011 an neu-em Ort an der Alten Lunze-nauer Straße sichtbar aufgestellt, nachdem er aus einem Bachbett geborgen werden konnte.